Einpresstiefe bei Felgen
Die Einpresstiefe ist ein wichtiger Parameter bei der Auswahl von neuen Felgen für Ihr Auto. Wir geben einen Überblick.
Inhaltsverzeichnis
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Die Einpresstiefe erklärt
Die Einpresstiefe, kurz ET, ist von Felge zu Felge unterschiedlich und beschreibt den Abstand zwischen der Felgenmitte und der Auflagefläche, an der die Felge auf der Radnabe montiert wird. Sie gibt an, wie weit ein Rad im Radkasten nach innen oder außen steht. Angegeben wird die Einpresstiefe immer in Millimetern. Je höher die ET ist, desto weiter wandert das Rad in Richtung Fahrzeugmitte. Je niedriger die ET ist, desto weiter steht das Rad nach außen. Die Einpresstiefe ist deshalb nicht nur für die Optik wichtig, sondern auch für die Spurweite, die Freigängigkeit im Radhaus, das Lenkverhalten und die Zulässigkeit der Rad-Reifen-Kombination. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen positiver, negativer und neutraler Einpresstiefe:
- Positiv: Die Auflagefläche liegt näher an der Außenseite der Felge. Dadurch sitzt das Rad weiter innen im Radkasten. Die Spurbreite des Fahrzeugs wird dadurch etwas verringert. Eine positive Einpresstiefe ist bei vielen Serienfahrzeugen üblich.
- Negativ: Die Auflagefläche liegt weiter innen in Richtung Fahrzeugmitte. Dadurch wird das Rad nach außen verschoben. Das Fahrzeug bekommt eine breitere Spur und eine sportlichere oder aggressivere Optik. Negative Einpresstiefen kommen vor allem bei bestimmten Offroad-Fahrzeugen, breiten Felgen oder getunten Fahrzeugen vor.
- Neutral / ET 0: Bei einer Einpresstiefe von 0 mm liegt die Auflagefläche genau auf der Felgenmitte. Das Rad steht weder zusätzlich nach innen noch nach außen versetzt.
Warum ist die Einpresstiefe wichtig?
Die Einpresstiefe entscheidet darüber, ob eine Felge technisch und rechtlich zum Fahrzeug passt. Schon wenige Millimeter Unterschied können dazu führen, dass das Rad weiter nach innen oder außen wandert. Ist die ET zu hoch, kann das Rad innen am Radhaus, an Fahrwerksteilen oder an der Bremsanlage schleifen. Ist die ET zu niedrig, kann das Rad zu weit nach außen stehen und mit Kotflügel, Radlauf oder Karosserie in Kontakt kommen. Auch die Radabdeckung muss weiterhin ausreichend sein.
Zusätzlich kann eine stark abweichende Einpresstiefe das Fahrverhalten beeinflussen. Da sich die Spurweite verändert, können Lenkkräfte, Fahrstabilität, Reifenverschleiß und die Belastung von Radlagern oder Fahrwerksteilen beeinflusst werden. Deshalb sollte die ET nie isoliert betrachtet werden, sondern immer zusammen mit Felgenbreite, Felgendurchmesser, Reifenbreite, Lochkreis, Nabendurchmesser, Traglast und den Angaben im Gutachten.
Wo steht die Einpresstiefe auf den Felgen?
Die Einpresstiefe ist Teil der Felgenbezeichnung. Sie kann einerseits in den Fahrzeugunterlagen oder im passenden Felgengutachten stehen und andererseits auf der Felge selbst eingeprägt oder eingegossen sein. In der Regel finden Sie die Angaben auf der Innenseite der Felge, häufig in der Nähe der Speichen, des Lochkreises oder auf der Rückseite des Felgenbetts.
Auf der Felge kann die Angabe zum Beispiel als „ET35“, „ET 35“ oder „IS35“ erscheinen. Bei Zubehörfelgen findet sich häufig zusätzlich eine KBA-Nummer. Über diese Nummer lässt sich das passende Gutachten, die ABE oder eine andere Genehmigung der Felge leichter zuordnen.
Wie wird die Einpresstiefe angegeben?
Die ET wird immer in Millimetern angegeben. Gemessen wird sie von der Felgenmitte zwischen den Felgenhörnern bis zur Auflagefläche der Felge an der Radnabe. Die Einpresstiefe ist auch der Felgenbezeichnung zu entnehmen. Beispiel:
7Jx17 ET35
Diese Felgenbezeichnung weist auf eine Felgenbreite von sieben Zoll, einen Felgendurchmesser von 17 Zoll und eine Einpresstiefe von 35 mm hin. Das bedeutet: Die Auflagefläche der Felge liegt 35 mm außerhalb der Felgenmitte.
Wichtig ist dabei: Die ET allein sagt noch nicht aus, ob eine Felge passt. Eine 7 Zoll breite Felge mit ET35 steht anders im Radhaus als eine 8 Zoll breite Felge mit derselben ET. Deshalb müssen Einpresstiefe und Felgenbreite immer gemeinsam betrachtet werden.
Was passiert, wenn die Einpresstiefe nicht passt?
Eine falsche Einpresstiefe kann verschiedene Probleme verursachen. Steht das Rad zu weit innen, kann es an Federbein, Bremssattel, Querlenker oder Innenradhaus schleifen. Steht es zu weit außen, kann es bei Lenkeinschlag, Beladung oder Einfederung am Kotflügel oder Radlauf anstoßen. In beiden Fällen kann die Freigängigkeit eingeschränkt sein. Außerdem kann eine unzulässige Einpresstiefe dazu führen, dass die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erlischt. Das gilt insbesondere dann, wenn die montierte Rad-Reifen-Kombination nicht durch Fahrzeugpapiere, CoC-Dokument, ABE, ECE-Genehmigung, Teilegutachten oder eine Abnahme durch eine Prüforganisation abgedeckt ist. Vor dem Kauf neuer Felgen sollte deshalb immer geprüft werden, ob die gewünschte Kombination für das konkrete Fahrzeug freigegeben ist.
Welche ET darf ich fahren?
Welche Felgen und Einpresstiefen auf Ihr Auto passen, hängt vom jeweiligen Fahrzeugmodell und der konkreten Rad-Reifen-Kombination ab. Erste Hinweise finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil I. Unter den Punkten 15.1 und 15.2 sind die zugelassenen Reifengrößen eingetragen. Weitere Angaben zu Felgen- und Reifenkombinationen können unter Punkt 22 vermerkt sein. Zusätzlich lohnt sich ein Blick in das CoC-Dokument, da dort häufig weitere vom Hersteller freigegebene Rad-Reifen-Kombinationen aufgeführt sind.
Wenn Sie Zubehörfelgen montieren möchten, sind die dazugehörigen Unterlagen besonders wichtig. Eine ABE oder ECE-Genehmigung kann den Anbau ohne zusätzliche Eintragung ermöglichen, sofern das Fahrzeug im Dokument aufgeführt ist und alle Auflagen erfüllt werden. Bei einem Teilegutachten ist in der Regel eine Änderungsabnahme durch eine Prüforganisation erforderlich. Ob eine Eintragung notwendig ist, steht immer in den jeweiligen Unterlagen zur Felge.
Eine allgemeingültige ET-Toleranz gibt es nicht. Ob eine abweichende Einpresstiefe zulässig ist, hängt unter anderem von Felgenbreite, Reifengröße, Radabdeckung, Freigängigkeit, Traglast, Fahrwerk und Bremsanlage ab. Besonders bei tiefergelegten Fahrzeugen, Spurverbreiterungen oder anderen Umbauten sollte die Kombination vorab genau geprüft werden. Im Zweifel helfen der Felgenhersteller, der Fahrzeughersteller oder eine Prüforganisation weiter.
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Ihre häufig gestellten Fragen:
Wie berechnet man die Einpresstiefe?
Die Einpresstiefe lässt sich berechnen, indem Sie den Abstand der Radnabenmitte bis zur Felgenmitte messen und den Felgendurchmesser subtrahieren. So erhalten Sie die ET in Millimetern.
Um wie viel darf die ET abweichen?
Dies hängt stark vom jeweiligen Hersteller und Fahrzeugtyp ab. Welche Einpresstiefen passen, geht aus der allgemeinen Betriebserlaubnis des Fahrzeugs oder auch aus einem eventuell vorliegenden Teilegutachten hervor. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie direkt beim Fahrzeughersteller nach.
Was passiert, wenn die ET falsch ist?
Weicht der Wert der ET von den Vorgaben des Herstellers ab, erlischt unter Umständen die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug und Sie müssen mit rechtlichen Konsequenzen wie Bußgeldern und einer Stilllegung rechnen. Zudem kann der Versicherungsschutz verloren gehen. Eine zu geringe Einpresstiefe führt zudem dazu, dass der Reifen außen am Radkasten schleift und die Spurweite sich vergrößert, was die Assistenzsysteme und die Steuerung des Fahrzeugs beeinträchtigen kann. Ist die Einpresstiefe zu hoch, resultiert das darin, dass der Reifen auf der Innenseite des Radgehäuses schleift und die Freigängigkeit der Bremse eingeschränkt wird.
Wo finde ich die Felgenbezeichnung?
Die Bezeichnungen zu Felgenbreite, Durchmesser usw. finden Sie auf der Außenseite der Felge in der Nähe des Lochkreises oder auf einer der Speichen. In manchen Fällen ist sie auch in die Außenflanke der Felge eingestanzt.
Was bedeutet ET 25 bei Felgen?
ET 25 bedeutet, dass das Rad eine Einpresstiefe von 25 mm hat. Die Breite zwischen Radmitte und Montagefläche beträgt also 2,5 Zentimeter.
Bei welcher Einpresstiefe steht das Rad weiter raus?
Bei einer negativen Einpresstiefe steht das Rad weiter aus dem Radkasten heraus. Das ist oft bei sportlichen Fahrzeugen oder SUVs der Fall.
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