Winter- oder Allwetterreifen?

Die Wahl zwischen Winterreifen und Allwetterreifen stellt Autofahrer vor eine wichtige Entscheidung. Während Winterreifen speziell auf kalte Temperaturen und Schnee ausgelegt sind, bieten Allwetterreifen eine gewisse Flexibilität. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Reifenart besser zu Ihren Bedürfnissen passt und welche Vor- und Nachteile die beiden Optionen haben.
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Inhaltsverzeichnis
- Brauche ich Winterreifen oder reichen Allwetterreifen?
- Vorteile Winterreifen
- Vorteile Allwetterreifen
- Tabelle: Winterreifen vs. Allwetterreifen
Brauche ich Winterreifen oder reichen Allwetterreifen?
Rein rechtlich gelten Allwetterreifen als Winterreifen, sofern sie das Alpine-Symbol (eine Schneeflocke in einem Berg) tragen. Dies bedeutet, dass sie in Deutschland und anderen europäischen Ländern den gesetzlichen Winterreifenanforderungen entsprechen. Auch der Versicherungsschutz bleibt gewährleistet, solange die Mindestprofiltiefe von 1,6 mm nicht unterschritten wird. (Von Experten empfohlen werden jedoch mindestens 3 mm für Allwetterreifen.)
Allwetterreifen kombinieren Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen, sind jedoch in keiner Jahreszeit ideal. Winterreifen bieten eine bessere Performance auf Schnee und Eis, während Sommerreifen im Sommer eine höhere Sicherheit bieten. Im Folgenden gehen wir genauer auf die Vorteile von Winterreifen und Allwetterreifen ein.
Vorteile beim Fahren mit Winterreifen
Winterreifen bieten erhebliche Vorteile bei niedrigen Temperaturen und winterlichen Straßenverhältnissen:
- Bessere Traktion auf Eis und Schnee: Die spezielle Gummimischung und das tiefe Profil sorgen für besseren Grip.
- Kürzerer Bremsweg: Auf vereisten oder verschneiten Straßen ist der Bremsweg mit Winterreifen erheblich kürzer als mit Allwetterreifen. Besonders relevant ist dies bei schweren Fahrzeugen wie SUVs, da sie schon aufgrund ihres Gewichts einen längeren Bremsweg haben.
- Bessere Umweltbilanz: Winterreifen verschleißen im Sommer schneller, weshalb sie saisonal genutzt werden sollten. Allwetterreifen sind das ganze Jahr im Einsatz und müssen oft früher ersetzt werden.
- Längere Haltbarkeit: Winter- und Sommerreifen haben eine Lebensdauer von etwa 6 bis 8 Jahren, während Allwetterreifen oft nach 3 bis 4 Jahren ersetzt werden müssen.
Spezialisiere Reifen sind auch im Sommer besser: Gegenüber Allwetterreifen bieten Sommerreifen bei hohen Temperaturen eine bessere Straßenhaftung und kürzere Bremswege. Auch die Aquaplaning-Gefahr ist geringer.
Vorteile beim Fahren mit Allwetterreifen
Allwetterreifen haben ebenfalls einige Vorzüge, insbesondere für Gelegenheitsfahrer und Regionen mit mildem Klima:
- Zeit- und Kostenersparnis: Der saisonale Wechsel entfällt. Ebenso der Aufwand, rechtzeitig einen Termin für den Reifenwechsel zu vereinbaren, was insbesondere in den Hochsaisons schwierig sein kann. Wer keinen Platz für einen zweiten Reifensatz hat, spart durch Allwetterreifen auch Lagerkosten.
- Flexibilität: Kein plötzliches Wechseln notwendig, wenn das Wetter unerwartet umschlägt.
Allwetterreifen sind im Sommer deutlich sicherer als Winterreifen. Sie bieten eine bessere Haftung auf heißem Asphalt, eine stabilere Fahrweise bei hohen Temperaturen und verkürzen den Bremsweg im Vergleich zu Winterreifen, die bei sommerlichen Bedingungen schnell an ihre Grenzen stoßen.
Tabelle: Winterreifen vs. Allwetterreifen
Kriterium | Winterreifen | Allwetterreifen |
---|---|---|
Traktion auf Schnee | ✓ Sehr gut | Mittel |
Bremsweg auf Eis | ✓ Kurz | Länger |
Haltbarkeit | ✓ 6-8 Jahre | 3-4 Jahre |
Kosten auf lange Sicht | ✓ Gering | Höher |
Umweltbelastung | ✓ Geringer | Höher |
Sommerperformance | Schlechter | ✓ Akzeptabel |
Halbjährlicher Reifenwechsel | Dringend empfohlen | ✓ Nicht nötig |
Fazit
Ob Winterreifen oder Allwetterreifen die bessere Wahl sind, hängt von Ihren individuellen Anforderungen ab:
→ Wer oft bei winterlichen Bedingungen fährt, ein schweres Fahrzeug, wie einen SUV fährt oder besonders hohen Wert auf Sicherheit legt sollte Winterreifen nutzen.
→ Für Stadtfahrer oder Gelegenheitsfahrer, die Bequemlichkeit vorziehen und in milden Regionen fahren können Allwetterreifen sinnvoll sein.
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Ihre häufig gestellten Fragen:
Was lohnt sich mehr, Allwetterreifen oder Winterreifen?
Das hängt von der Nutzung ab. In schneereichen Gebieten sind Winterreifen die bessere Wahl, in milderen Regionen können Allwetterreifen genügen.
Sind Allwetterreifen im Winter geeignet?
Ja, wenn sie das Alpine-Symbol tragen. Dennoch bieten Winterreifen eine bessere Performance bei Eis und Schnee.
Was spricht gegen Ganzjahresreifen?
Ganzjahresreifen sind ein Kompromiss, da sie sowohl für Sommer- als auch für Winterbedingungen ausgelegt sind, aber in beiden Jahreszeiten nicht die optimale Leistung bieten. Im Sommer haben sie oft einen höheren Abrieb und verlängerte Bremswege, während sie im Winter nicht die gleiche Traktion auf Schnee und Eis wie reine Winterreifen bieten. Besonders in Regionen mit starken Temperaturschwankungen oder extremen Witterungsbedingungen können sie daher nicht die beste Wahl sein.
Ist ein Allwetterreifen genauso gut wie ein Winterreifen?
Nein, Allwetterreifen können zwar bei winterlichen Bedingungen genutzt werden, bieten aber nicht die gleiche Sicherheit und Performance wie speziell für den Winter entwickelte Reifen. Winterreifen haben eine weichere Gummimischung, die auch bei niedrigen Temperaturen flexibel bleibt, sowie ein speziell gestaltetes Profil mit Lamellen für besseren Grip auf Eis und Schnee. Dadurch bieten sie kürzere Bremswege und eine bessere Traktion auf glatten Straßen.
Was sagt der ADAC zu Ganzjahresreifen?
Der ADAC sieht Ganzjahresreifen als eine akzeptable Alternative für Autofahrer, die in Regionen mit milden Wintern unterwegs sind und ihr Fahrzeug hauptsächlich in der Stadt oder bei gemäßigten Bedingungen nutzen. In Gebieten mit starkem Schneefall oder viel Glatteis empfiehlt der ADAC jedoch weiterhin reine Winterreifen, da sie dort deutlich mehr Sicherheit bieten. Zudem zeigen Tests, dass nicht alle Ganzjahresreifen gleichermaßen überzeugen – es gibt große Unterschiede zwischen den Modellen und Herstellern.
Welche Zeichen müssen Allwetterreifen ab dem 1. Oktober 2024 haben?
Seit dem 1. Oktober 2024 müssen Allwetterreifen das sogenannte Alpine-Symbol tragen, das eine Schneeflocke in einem stilisierten Berg zeigt. Dieses Symbol bestätigt, dass der Reifen offiziell als wintertauglich gilt und die entsprechenden Mindestanforderungen an Traktion und Sicherheit auf Schnee erfüllt. Reifen ohne dieses Symbol dürfen seither nicht mehr als Winterreifen oder Ganzjahresreifen verkauft werden, da sie nicht den aktuellen gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
Wann lohnen sich Ganzjahresreifen?
Ganzjahresreifen sind eine sinnvolle Wahl für Autofahrer, die in Regionen mit milden Wintern unterwegs sind und ihr Fahrzeug nicht regelmäßig unter extremen Witterungsbedingungen nutzen. Besonders für Gelegenheitsfahrer, die wenige Kilometer pro Jahr fahren oder hauptsächlich in der Stadt unterwegs sind, können sie eine praktische und kostengünstige Lösung sein. Wer jedoch regelmäßig in bergigen Regionen oder auf vereisten Straßen fährt, sollte weiterhin auf spezielle Sommer- und Winterreifen setzen.
Wie lange halten Ganzjahresreifen im Durchschnitt?
Die Lebensdauer von Ganzjahresreifen beträgt im Durchschnitt etwa 3 bis 4 Jahre, abhängig von der gefahrenen Kilometerleistung und den Einsatzbedingungen. Da sie das ganze Jahr über genutzt werden, unterliegen sie einem höheren Verschleiß als saisonale Reifen, die nur für eine begrenzte Zeit montiert sind. Besonders die weiche Gummimischung kann durch hohe Temperaturen im Sommer schneller abbauen, während winterliche Bedingungen die Abnutzung weiter verstärken.
Wie viel Mehrverbrauch durch Allwetterreifen?
Ganzjahresreifen verursachen im Vergleich zu speziellen Sommer- oder Winterreifen in der Regel einen leicht erhöhten Kraftstoffverbrauch von etwa 0,2 bis 0,5 Litern pro 100 Kilometer. Dies liegt an der speziellen Gummimischung und dem auf verschiedene Jahreszeiten abgestimmten Profil, das oft einen höheren Rollwiderstand erzeugt. Auch wenn dieser Mehrverbrauch im Alltag kaum spürbar ist, kann er sich über längere Strecken und Jahre hinweg summieren und somit höhere Kosten verursachen.
Wie unterscheide ich Winter- und Allwetterreifen?
Winterreifen haben eine tiefere Lamellenstruktur und eine weichere Gummimischung, die auch bei niedrigen Temperaturen flexibel bleibt, um besseren Grip auf Schnee und Eis zu bieten. Allwetterreifen sind als Kompromiss ausgelegt und tragen oft die Aufschrift „All Season“ o. ä.
Kann ich mit Allwetterreifen im Schnee fahren?
Ja, Allwetterreifen sind für winterliche Straßenverhältnisse zugelassen und bieten grundsätzlich eine ausreichende Traktion auf Schnee. Allerdings haben sie eine schlechtere Performance als reine Winterreifen, insbesondere auf vereisten oder stark verschneiten Straßen, wo der Grip und die Bremswege deutlich schlechter ausfallen können.
Werden noch Allwetterreifen ohne Schneeflockensymbol verkauft?
Nein, seit der gesetzlichen Änderung müssen Allwetterreifen, die als wintertauglich gelten sollen, das Alpine-Symbol (Schneeflocke im Berg) tragen. Reifen ohne dieses Symbol sind nicht mehr für winterliche Bedingungen zugelassen und dürfen nicht mehr als Winter- oder Ganzjahresreifen verkauft werden.
Was bedeutet MS ohne Schneeflocke?
Reifen mit der M+S-Kennzeichnung (Matsch und Schnee) ohne das Schneeflockensymbol erfüllen nicht die offiziellen Anforderungen für Winterreifen. Sie gelten daher nicht als vollwertige Winterreifen und bieten nicht die gleiche Sicherheit auf Schnee und Eis wie Modelle mit dem Alpine-Symbol.
Welche Nachteile haben Ganzjahresreifen?
Ganzjahresreifen haben eine schlechtere Performance bei extremen Wetterbedingungen, da sie weder für sehr heiße Sommer noch für eisige Winter optimal ausgelegt sind. Zudem verschleißen sie in der Regel schneller als reine Sommer- oder Winterreifen, da sie ganzjährig genutzt werden und eine weichere Gummimischung besitzen.
Wann machen Allwetterreifen Sinn?
Allwetterreifen sind eine gute Wahl für Autofahrer, die überwiegend in der Stadt oder in Regionen mit milden Wintern unterwegs sind. Sie eignen sich vor allem für Gelegenheitsfahrer, die nur wenige Kilometer im Jahr zurücklegen und nicht regelmäßig mit extremen Witterungsbedingungen konfrontiert sind.
Zahlt die Kfz-Versicherung bei Allwetterreifen?
Ja, die Kfz-Versicherung übernimmt Schäden, sofern die Allwetterreifen das Alpine-Symbol tragen und die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe eingehalten wird. Allerdings kann es zu Problemen kommen, wenn die Reifen in einer extremen Wettersituation nicht den Anforderungen entsprechen und dadurch ein Unfall verursacht wird.